Jetzt aktuell: Roadtrip durch die USA.

Dienstag, 17. Januar 2017

(1) Chiang Rai, der Weiße Tempel und das Goldene Dreieck

Unsere erste Tour von Chiang Mai aus buchten wir bei der Agentur Journey Smile. Gleich vorweg: Wir waren sehr zufrieden.

Diese Tagestour sollte uns nach Chiang Rai führen, denn wir hatten schon lange vor, uns den dortigen Weißen Tempel anzuschauen. Die Fotos, die wir gesehen hatten, waren überwältigend und deshalb wollten wir uns die Anlage mit eigenen Augen anschauen. Eigentlich heißt der Tempel Wat Rong Khun bzw. วัดร่องขุ่น und eigentlich handelt es sich nicht um einen Tempel, sondern um ein Kunstwerk des in Thailand sehr berühmten Künstlers Chalermchai Kositpipat.

Kurzer Plausch mit einem der Tempelwächter
bevor es los geht mit der Besichtigung.
Die Bauarbeiten begannen 1997, durch ein Erdbeben in 2014 erlitt die Tempelanlage aber erheblichen Schaden. Doch bereits wenige Tage nach dem Erdbeben wurde mit Reparaturen und dem Weiterbau begonnen - wobei: Schätzungen besagen, dass die Anlage in 2070 fertig sein wird!

Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren der Weiße Tempel fertig sowie der Goldene Tempel und die Galerie. Und es herrschte Hochbetrieb!

Die Rückansicht des Tempels - wohltuend leer.
Vorne herrscht großes Gedränge.
Der Weiße Tempel ist ... crazy. Zunächst überquert man zusammen mit den unzähligen anderen Besuchern im Gänsemarsch die Brücke der Wiedergeburt (Bitte nicht stehen bleiben, bitte gehen Sie zügig weiter!) und hat damit alle weltlichen Gelüste hinter sich gelassen.

Bitte nicht stolpern! Was sich da unter der Brücke abspielt,
ist schon ein bisschen gruselig.
Nun zieht man die Schuhe aus und betritt den Tempel, das Ubosot. Der Kontrast zum Außenbereich könnte größer nicht sein. Während draußen alles in Weiß und Silber strahlt und glitzert, herrschen im Innern des Tempels Gold- und Rottöne vor. Der erste Eindruck: Soweit normal, beim genaueren Betrachten der Wandmalereien macht sich dann jedoch Verblüffung breit, denn: Es tummeln sich die merkwürdigsten Gestalten an den Wänden. Buddha meets Harry Potter und Batman. Religion meets Popkultur. Kunst und / oder Chaos? Leider: Fotografieren verboten!

Wenn man das Tempelgebäude verlässt, kommt man in einen kleinen Garten mit Pagoden und einem Wunschbaum. Für 30 Baht kann man sich einen silberfarbenen Anhänger kaufen. Man schreibt seinen Wunsch darauf und hängt ihn zu den übrigen Anhängern an den Baum. Natürlich habe ich mir auch etwas gewünscht!


Liebe, Glück, Gesundheit ... Meine Wünsche auf dem Amulett.
Im Garten finden sich auch die merkwürdigsten Skulpturen.


Das augenfälligste Gebäude im Garten ist allerdings der Goldene Tempel. Während die weiße Farbe des Weißen Tempels die Reinheit Buddhas verkörpern soll, wollte Kositpipat mit dem Goldenen Tempel das Weltliche, das Profane, darstellen. Er hat das dadurch verdeutlicht, dass der Goldene Tempel keineswegs ein Tempel, sondern die Toilettenanlage ist!

Die wohl extravaganteste Toilette der Welt
Gerne hätte ich noch mehr Zeit im Wat Rong Khun verbracht, noch mehr Bizarres entdeckt, aber die Tour ging weiter. Die Zeit reichte gerade noch für einen kurzen Besuch in der Gallerie, in der einige Werke des Künstlers Kositpipat ausgestellt sind.

Wenn man den Weißen Tempel auf eigene Faust besucht, kostet der Eintritt für Ausländer 50 Baht, für Thais ist der Besuch kostenlos. Beim Verlassen des Tempels bekommt man eine kostenlose Broschüre mit jeder Menge Informationen zum Konzept des Künstlers und dem geplanten Weiterbau.

Die komplette Tagestour beinhaltet noch einen Besuch am Golden Triangle und diverse Zwischenstationen. Einfach den Links folgen, wenn ihr mehr darüber lesen wollt. Sie kostet bei Journey Smile 1000 Baht pro Person, hinzu kommen 300 Baht für die Bootsfahrt auf dem Mekong im Goldenen Dreieck plus 30 Baht Land Tax beim Betreten des Laotischen Bodens auf der Insel Don Sao.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen