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Chronologie: Corona in Thailand

Neuseeland / Aotearoa (26.03. - 18.04.2013)


Neuseeland heißt bei den Maoris Aotearoa, das bedeutet: Land der großen weißen Wolke.

Am 26. März landeten wir nach drei Tagen Zwischenaufenthalt in Singapur in Auckland. Kia ora! Haere mai! („Willkommen“)!


Bereits am Tag unserer Ankunft erkundeten wir zu Fuß den Hafenbezirk der „Stadt der Segel“, da unser Hotel ganz in der Nähe lag. 


Und wir holten den Kinobesuch nach, der in Singapur ausfiel, weil die Vorstellung ausverkauft war (Stirb langsam 5). Danach ging es wegen des Jetlags früh ins Bett.

Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt satte 12 Stunden, der zu Thailand immerhin noch 6 Stunden. 

Der erste Eindruck von Auckland und den Neuseeländern: Die Stadt bzw. die Menschen hier sind sehr entspannt, lässig und scheinen ihr Leben zu genießen. Generell sind Sport (sowie Wetten bei Pferderennen!) und Bewegung (Trekking ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen: Alles zwischen 30 Minuten und 2 Tagen gilt als normal) ein sehr dominantes Thema. 

Außerdem ist es verblüffend – weil unerwartet – zu sehen, wie sehr man sich nach wie vor an Australien orientiert, na ja, immerhin ist Australien die Schutzmacht Neuseelands. 

Am nächsten Tag machten wir eine eindrucksvolle Hafenrundfahrt mit Besuch auf der jüngsten vulkanischen Insel: Rangitoto. Und am Morgen danach ging es weiter in Richtung Norden.

Wir fuhren durch den Waipoua Wald mit dem ältesten Kauri-Baum Neuseelands (und der Welt), dem Tane Mahuta (Vater des Waldes, ca. 2500 Jahre). 


Am nächsten Morgen ging es noch weiter nach Norden: Entlang des 90-Mile-Beach nach Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, wo das Tasmanische Meer auf den Pazifik trifft.


Auf der Rückfahrt machten wir Halt in Waitangi, dort wurde die Gründungsurkunde Neuseelands 1841 unterschrieben. 

In Waipu wollten wir die Höhlen besichtigen, aber da wir nicht das richtige Schuhwerk und auch keine geeignete Taschenlampe hatten, nahmen wir davon Abstand. 


Der nächste Stopp war die Coromandel Halbinsel. 


Wir fuhren von Thames aus einmal um die gesamte Insel mit Zwischenstopps in Coromandel Town und Hahei (Cathedral Cove und Hot Water Beach / Kathedralen-Höhle und Heiß-Wasser-Strand). Da es Ostersonntag war, war natürlich alles übervoll. Aber da wir sowieso nicht vorhatten, uns einen eigenen Pool am Hot Water Beach zu buddeln (die Schaufeln kann man sich für 5 NZ$ ausleihen), war es ganz interessant, den anderen Leuten dabei zuzuschauen. Da 200 m unter dem Sandstrand noch geothermale Aktivitäten herrschen, kann man sich bei Ebbe eine Grube ausheben und das Wasser, das hineinsickert, wird kuschelige 40 – 60° warm.



Wir fuhren weiter in Richtung Hamilton. Unterwegs machten wir Halt in Paeroa. Dort wurde die berühmteste Limonade Neuseelands, Lemon & Paeroa, „erfunden“. 


Der zweite Stopp war Waihi. Hier wird bereits seit 1878 Gold im Tagebau abgebaut.

In Hamilton entdeckten wir einen tollen Italiener. Neben vorzüglicher Pizza gab es dort Tagesgerichte, die einfach umwerfend waren. Das Schweinefilet in Pflaumen-Cranberry-Soße war ein Genuss. Das Piccola Italia wird von einer Maori namens Lani und ihrem Ehemann Freddie, der von den Philippinen stammt, gemeinsam mit dem Sohn Aaron geleitet. Multi-Kulti wie es uns gefällt.

Und von Hamilton aus erkundeten wir dann das Umfeld. Am wichtigsten war für mich natürlich der Besuch im Hobbiton (Auenland, Mittelerde). Allerdings waren sehr zu Changs Enttäuschung alle Hobbits gerade nicht zu Hause.


Die Neuseeländer (oder Kiwis, wie sie sich gerne selber nennen) laufen merkwürdigerweise oft barfuß durch Stadt und Land. Ich habe nachgefragt: Es liegt nicht daran, dass sie es sich von den Hobbits abgeguckt haben.

Tags darauf besuchten wir in Waitomo die Glühwürmchenhöhlen. Bei diesen Glühwürmchen handelt es sich um Larven einer Moskitoart, die ca. 9 Monate in Höhlen ausharren. Sie „spinnen“ 20 – 30 klebrige Fäden, die zwischen 20 und 40 cm lang sein können, um ihre Nahrung zu fangen, die sie mit dem produzierten Licht anlocken. Zu Fuß und per Boot ging es durch das Höhlenlabyrinth, in dem die Glühwürmchen leben (fotografieren verboten). Sehr eindrucksvoll! 

Zum Ausklang besichtigten wir noch die Hamilton Gardens, wo verschiedene Gärten (nach Themen wie Länder, Produktion oder Fantasie geordnet) angelegt sind.



Die Anlage ist wunderschön – und der Besuch ist kostenlos. Ich erwähne das deshalb, weil Neuseeland für deutsche Verhältnisse recht teuer ist. Der Eintrittspreis für Parks, Museen oder sonstige Attraktionen ist meist oberhalb der Schmerzgrenze. Lebensmittel und Getränke (sowohl alkoholische als auch andere) sind durchweg teurer als in Deutschland. Bei Kosmetika ist es extrem, da ist Koh Lanta, das uns schon teuer erschien, mit Inselzuschlag noch günstiger. 

Dennoch kam es uns so vor, als sei Neuseeland nicht unbedingt wohlhabend. Ganz im Gegenteil, alles wirkte eher ärmlich. Angefangen bei den Autos, über Badezimmerarmaturen und Häuser allgemein bis hin zu den Schuluniformen der Kinder. Den Menschen ist aber eine intakte Umwelt offensichtlich wichtiger, als durch Ausbeutung der Bodenschätze den Wohlstand zu mehren. 

Ob das mit der Maori-Kultur zu tun hat, erschloss sich uns nicht. Die Maori legen großen Wert darauf, dass Natur und Mensch im Einklang leben.

Um ca. 1300 wurde Neuseeland durch die Maoris, die wahrscheinlich mit ihren Wakas (Booten) aus Polynesien einwanderten, besiedelt. Alles in allem ist die Maori-Kultur heute aber eher unterschwellig präsent. Die ersten Weißen oder Pakeha (ab 1680) waren Fischfänger und entflohene Sträflinge aus Australien. Später kamen Farmer und Händler aus England, Frankreich und Deutschland hinzu und begannen, die Maoris aus ihren angestammten Iwi-(Stammes-)Regionen zu verdrängen. Trotzdem gelang es den Maori, bereits 1861 das Wahlrecht zu bekommen. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht gönnerhaft oder abfällig, aber wenn man andere Länder, die durch Weiße in Besitz genommen wurden, als Maßstab nimmt, dann empfinde ich das schon als bemerkenswert. 

Mehr über die Maoris erfuhren wir dann in Rotorua, unserem nächsten Stopp.


Rotorua ist auch gleichzeitig das Zentrum der vulkanischen Aktivitäten auf der Nordinsel. Der letzte große Vulkanausbruch war hier 1886 und dabei wurde das gesamte Landschaftsbild verändert. In der ganzen Stadt, die in der Caldera des Vulkans gebaut wurde, steigen immer noch Dampfsäulen auf, zum Teil gewollt, um für Druckausgleich zu sorgen. Unser Hotel (wie fast alle hier in der Stadt) hatte zwei eigene Hot Pools (heiße Bäder), die durch die unterirdischen sulfathaltigen Quellen gespeist werden. Das Bad darin ist sehr entspannend! Hier bestätigte sich unser Eindruck, dass die Neuseeländer etwas prüde sind: Nacktbaden – auch wenn man nur zu zweit in dem kleinen Spa ist – geht nicht.

Wir besuchten das örtliche Museum, das in einem ehemaligen Kurhaus untergebracht ist und viele Informationen über die Maori bietet, und tags darauf auch ein Dorf der Maori. Davon gibt es innerhalb der Stadt mehrere, die jeweils für sich abgeschlossene Bezirke bilden. Die vulkanischen Aktivitäten sind in diesen Dörfern oder Stadtteilen sehr ausgeprägt, sie sind auch der Grund dafür, dass die Maoris sich diese Stellen für ihre Dörfer ursprünglich ausgewählt haben. Die Maoris benutzen die Hot Pools als „Geschenke der Natur“ nach wie vor in ihrem täglichen Leben: zum Waschen, Baden und Kochen. Mittlerweile wurde ein Gesetz erlassen, wonach in einem Umkreis von 1,5 km um diese Dörfer keine weiteren Hot Pools mehr angelegt werden dürfen, damit die Geysire und Hot Pools der Maoris nicht weiter austrocknen.

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