Jetzt: Roadtrip durch die USA. Wir sind unterwegs in den Neuenglandstaaten.

Sonntag, 6. November 2016

Die beste Ente in Hongkong - Das Spring Deer Restaurant

Freunde von uns, die lange Jahre in Hongkong gelebt und gearbeitet haben, gaben uns bereits bei unserem Trip in 2014 die Empfehlung: Wenn Ente, dann das Spring Deer Restaurant.

Straßenansicht:
Ich denke, man besucht das Restaurant nur,
wenn man einen Tipp bekommen hat.
2014 wurden wir von den Kellnern ausgelacht, als wir ohne Reservierung nach einem Tisch fragten und wurden darauf hingewiesen, dass in den nächsten drei Tagen höchstens ein Platz für einen Lunch zu haben sei. Wir verzichteten.

Aber eine leckere gegrillte Peking-Ente in Hongkong, das hat was und bei unserem letzten Besuch gab es die zwar auch, aber in einem Restaurant, das zu einer Kette gehört und nicht sonderlich viel Atmosphäre aufzuweisen hatte.

Nach Absprache mit unseren Freunden, mit denen wir dieses Mal in Hongkong unterwegs waren, buchten wir über den Concierge unseres Hotels, dem Harbour Grand Kowloon, weit im Voraus einen Tisch im Spring Deer Restaurant. Auch unsere Freunde wollten das Original (und, wie sich zeigen sollte, das Originelle) und mit 6 Personen kommt man auch andernorts nicht unbedingt als Überraschungsgast. Im Spring Deer Restaurant selber kann man übrigens nur telefonisch oder persönlich reservieren.

Am Samstagabend war es soweit: Nach der Happy Hour im London House, das sich während unseres Besuches zu unserem Stammlokal entwickelte, liefen wir die paar Schritte zum Spring Deer Restaurant.

Von der Straße kommt man in eine kleine Passage und geht dann über einen verwinkelten Treppenaufgang hoch zum Restaurant.


Der erste Eindruck: laut, schmuddelig, überfüllt. Im Vergleich zu 2014 hatte sich nichts geändert. Wir wurden zunächst einmal misstrauisch von allen Seiten beäugt, denn wir waren die einzigen Europäer weit und breit. Nachdem geklärt war, dass wir tatsächlich eine Reservierung hatten, führte uns einer der Kellner an unseren Tisch.

Die Kellner waren sehr reserviert, fast mürrisch (ein Kölner Köbes ist die Freundlichkeit in Person im Vergleich dazu), tauten aber ein bisschen auf, als es uns gelang, die gekochten Erdnüsse mit Stäbchen zu essen.

Noch ist der Kellner skeptisch.
Die Speisekarte war sehr mysteriös, um nicht zu sagen mystisch. Deshalb gingen wir auf Nummer Sicher und entschieden uns für chinesischen Schinken, geräuchertes Rindfleisch, Frühlingsrollen, sauer eingelegtes Gemüse und gekochte Erdnüsse als Vorspeisen. Und dann war die Ente dran.


Nachdem diese vom Fachmann filetiert, die Teller gewechselt und die Getränke nachgefüllt waren, ging es an den Verzehr.


Man nehme einen Teigfladen, bestreiche ihn mit Sambal und süßer Sojasoße, lege Zwiebel- und Gurkenstückchen darauf, kröne das Ganze mit einer Scheibe Entenfleisch. Dann zusammenklappen und genießen. Ob das so richtig ist - ich hoffe doch :-)

Wir hatten wieder einmal viel Spaß bei einem leckeren Essen, mit anderen Worten: einen tollen Abend! (Die Abstriche in Sachen Atmosphäre lagen innerhalb des Toleranzbereiches :-) Das "Gesamtpaket" war super!)

PS: Im Vergleich zu den Preisen, die sonst in den Restaurants in Hongkong aufgerufen werden, war dieser Abend auch ein günstiger!





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