Hier findet ihr Informationen, Beobachtungen, Tipps von meiner Zeit in Thailand (Koh Lanta) und den von mir unternommenen Reisen. Mein Reisetagebuch und Reiseblog! Falls ihr Fragen habt, werde ich diese gerne beantworten. / Here you find information, observations and tips from my stay in Thailand and from the journeys I made. If you have any questions I am more than willing to answer them.

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Sonntag, 7. November 2021

Lotus - nicht mehr Tesco Lotus

Jeder, der schon einmal in Thailand war, kennt 7/11, viele kennen auch Tesco Lotus. Im Dezember 2019 kaufte die CP-Gruppe, zu der "Seven" gehört, Tesco Lotus auf und im Dezember 2020 wurde der Kauf trotz wettbewerbsrechtlicher Bedenken in Thailand genehmigt.

Gestern, bei meinem samstäglichen Einkaufsmarathon, stellte ich fest, dass die feierliche Umbenennung auf Lanta nun stattgefunden hat:


PS: Ich kaufe bei Lotus unsere wöchentliche Ration an Fruchtsaft, da im Lanta Mart nur noch eine begrenzte Auswahl vorhanden ist. Und unsere Lieblingssorten, Maracuja und Granatapfel, gehören nicht dazu.

Update:

Bei unserem Besuch in Krabi am 10./11 November 2021 gab es dort noch die alten "Tesco Lotus"-Beschilderungen. Lanta in der Vorreiterrolle! 😉


Mittwoch, 5. August 2020

New Normal beim Bangkok-Besuch (1)

Für mich das Coolste in Sachen "new normal" bei unserem Bangkok-Kurztrip war eindeutig dieser Anblick im Aufzug unseres Hotels:

Ist das Kunst. oder kann es weg?
Ehrlich: Ich musste an der Rezeption fragen, was das sei ... Wir "Landeier" von der Insel hatten natürlich keine Ahnung. Aber ich will euch nicht lange auf die Folter spannen: Die Q-Tipps werden benutzt, um auf den Knopf für die gewünschte Etage zu drücken und dann in dem Pappbecher entsorgt. Hättet ihr es gewusst?

Unser Hotel, das Jasmine City Hotel in der Sukhumvit Soi 23, hatte wenig Gäste, was sich beim Frühstück zeigte. Im Restaurant saß außer uns am ersten Morgen nur noch eine 4köpfige Familie, am zweiten Morgen frühstückten dann diese Familie und noch ein weiteres Pärchen - alles Farangs. Das Frühstück selber war als Büffet aufgebaut, aber alle Speisen standen als Portion in kleinen, mit Folie abgedeckten Schälchen bereit, sodass niemand Servierbesteck teilen musste (außer an der Salatbar 🙍).

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes ging es auch wie üblich zur Maniküre und Pediküre. Der Laden von Nail Plus, der sonst aus allen Nähten platzt, war mit einer weiteren Kundin außer uns praktisch leer. Wir checkten mittels der ThaiChanna-App ein, unsere Temperatur wurde überprüft, wir desinfizierten unsere Hände mit dem angebotenen Gel und ließen uns verwöhnen.


Bei der anschließenden Massage bei ChaCha das gleiche: Außer uns nur eine weitere Kundin, die sich dort eine Fußmassage gönnte, übrigens die selbe Frau, die wir bereits zuvor bei Nail Plus gesehen hatten (???). Auch hier konnten wir mit der ThaiChanna-App einchecken. Temperaturmessung und Handgel folgten auf den Fuß.

Nach der wirklich guten, 2stündigen Massage gingen wir ins Kaufhaus Robinson, wo wir wieder mit der ThaiChanna-App eincheckten, nachdem unsere Temperatur geprüft wurde und wir uns die Hände mit dem bereitstehenden Gel desinfiziert hatten. Wir wollten in der Haushaltwarenabteilung einen Eier-Piekser kaufen, denn in Lanta (oder bei Lazada) gibt es ein solches Gerät nicht und um perfekte, weich gekochte Eier hinzukriegen, braucht man es, oder nicht? * Aber wir wurden leider nicht fündig ...


Anschließend gingen wir in den Supermarkt Topps im Basement von Robinson, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Hier erfolgte das Einchecken mittels schriftlicher Angabe von Name, Rufnummer und Uhrzeit.

Wir hatten jetzt seit fast 5 Stunden ununterbrochen unsere Masken auf, Zeit, ins Hotel zurückzukehren und ein bisschen durchzuatmen, d.h. auf unserem Zimmer eine Zeitlang ohne Maske zu relaxen. Die anschließende Inspektion des Hotelpools fiel zwar zufriedenstellend aus, aber das Wetter war nicht gut. Deshalb fiel Schwimmen im Pool flach, stattdessen ließ ich mir ein Bad auf unserem Zimmer ein - die Badewanne ist eine Jacuzzi-Wanne! 😍

Es war nun an der Zeit, sich fürs Abendessen zurecht zu machen. Ein bisschen Aufrüschen musste sein, schließlich feierten wir an diesem Tag unseren Hochzeitstag! Im El Gaucho das bereits vertraute Bild: Kaum Gäste in einem Restaurant, in dem wir normalerweise nur einen Katzentisch bekommen, wenn wir ohne Reservierung erscheinen. Temperaturmessung, Handgel auch hier, das Einchecken erfolgte schriftlich.

Nachtisch und 2 x Tequila Gold gingen aufs Haus.
Danke, dem Team von El Gaucho!
Ich habe diesen Blog-Beitrag mit dem "coolsten" Anblick angefangen, ich will mit dem bislang für mich "beängstigendsten" enden - und bitte haltet mich nicht für oberflächlich, wenn ihr das lest, aber einen gewissen Symbol-Charakter kann wohl dieser Beobachtung niemand absprechen, der einmal in Thailand war:

Die 7/11-Läden in den Sois sind praktisch alle geschlossen! Und die entlang der Sukhumvit machen um 22 Uhr zu!!! Keine Kundschaft - kein Umsatz - keine Jobs. Es ist so traurig. Auch die meisten Restaurants haben nur noch bis 22 Uhr geöffnet, dabei ist die Ausgangssperre ja schon seit langem aufgehoben, aber wie gesagt: Wenn niemand kommt, warum dann ausharren?

Was es sonst noch in Sachen "new normal" zu berichten gibt, habe ich hier zusammengefasst.

PS: Über die Situation bezüglich Hotels und Taxis habe ich bereits in meinem vorherigen Post berichtet. Es ist traurig, aber nachvollziehbar, dass sich die Anzahl der Bettler im Straßenbild deutlich erhöht hat. Die Verkaufsstände entlang der Sukhumvit haben sich dagegen drastisch reduziert.

* Seit dem Lockdown haben wir unsere Frühstücksgewohnheiten geändert. Vorher aßen wir Eier eigentlich nur auswärts, jetzt bereiten wir sie uns hin und wieder zum Frühstück zu Hause zu.


Dienstag, 12. April 2016

Fremdschämen

Ich habe bereits in einem früheren Post über Sitten und Gebräuche in Thailand geschrieben und versucht, ein paar Verhaltensregeln zu vermitteln. Im Prinzip sind das alles Dinge, die man auch in einem Standard-Reiseführer nachlesen kann. Nur halten sich viele Leute nicht dran!!!

  • Vorgestern am Strand: Die ältere Dame (> 60 Jahre) läuft oben ohne rum. 
  • Gestern beim Frühstück: Ein Typ kommt ins Restaurant und trägt nichts als Shorts. Eine Tusse kommt ins Restaurant und trägt nur Bikini mit einer durchsichtigen Tunika.
  • Gestern auf dem Markt: Die Tusse vom Frühstück ist im gleichen Outfit unterwegs und probiert sich durch das Obstangebot.
  • Später im 7/11: Ein Dickwanst kommt in Badehosen zum Einkaufen.

Ich weiß, ich weiß, Thais sind tolerant (siehe auch mein Post Lektion in Toleranz).  Aber ich kann mir nicht helfen: ICH SCHÄME MICH, dass Menschen aus meinem Kulturkreis sich in Thailand so aufführen. Ist das eine Überreaktion meinerseits?









Sonntag, 6. März 2016

T.I.T.: Hilfsbereit, freundlich und höflich

Da ich nun an 2 Tagen in Folge nur noch staunen konnte, widme ich einen separaten Post dem Thema Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, Freundlichkeit der Thais. Oder welche Bezeichnung würdet ihr für das Phänomen wählen, das ich im Folgenden beschreiben werde?


Ich bzw. wir gehen sehr viel zu Fuß auf Koh Lanta, auch aus Gründen er körperlichen Ertüchtigung :-) . Wir haben uns bewusst gegen ein Moped entschieden (siehe meinen vorherigen Post), die meisten Sachen können sowieso fußläufig erledigt werden und sollte das einmal nicht der Fall sein, nehmen wir ein Tuk Tuk. Thais verstehen das nicht. Wieso sollte jemand zu Fuß gehen, wenn er auch fahren kann? Oder kann derjenige sich kein Moped leisten? Von einem Auto ganz zu schweigen?

Das voraus geschickt, komme ich nun zum Thema.

Das nächstgelegene 7/11 (auf Thai: Seven, mit extremer Betonung auf der letzten Silbe) ist von unserem Haus aus 1,6 km entfernt. Das mache ich locker zu Fuß!

Vorgestern ging ich Milch kaufen, die gute Meiji (ihr erinnert euch, die gibt es nicht im Ran Lung Tat). Es kamen wir mal wieder einige Leute auf ihren Mopeds entgegen, die mir zuwinkten: Die Tuk Tuk-Fahrerin von der Funky Fish Road, ein ehemaliger Klassenkamarad aus der Sprachschule, das ist normal.

Auf dem Rückweg dann wartete ein weiblicher Fahrgast eines Tuk Tuks vor einem Geschäft, ihr Mann und der Fahrer erledigten etwas. Sie grüßte mich freundlich auf Englisch, ich antwortete ebenso freundlich auf Thai. Nach ca. 250 m überholte mich das Tuk Tuk und die Dame ließ anhalten und bot mir eine Mitfahrgelegenheit an!

Gestern dann machte ich mich nochmals auf den Weg zum Seven. Im Ran Lung Tat war die Coke light alle, eine mittlere Katastrophe. Dieses Mal stoppte bereits auf dem Hinweg eine Thai und bot mir eine Mitfahrgelegenheit auf ihrem Moped an! Ich erklärte ihr, dass ich das Laufen als Training betrachte, und das gefiel ihr sogar irgendwie. Kurz bevor ich mein Ziel erreichte, hielt ein Tuk Tuk Fahrer und bot mir ebenfalls eine kostenlose (!) Mitfahrgelegenheit. Zugegeben, es handelte sich um Ivory, einen Verwandten unserer Vermieterin, aber trotzdem. 

Solche Sachen passieren mir ganz häufig. Teilweise mag es sich damit erklären, dass uns auf der Insel viele Leute kennen, aber zum Großteil ist es m.M.n. wohl doch die sprichwörtliche Freundlichkeit der Thais. Ich bin ganz verliebt in dieses Land! ฉันรักประเทศไทย



PS: Zum Thema Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit habe ich ja auch schon in einem früheren Post geschrieben:

Flugzeug verpasst?




Freitag, 12. Februar 2016

Lektion in Toleranz

Gestern bin ich zum 7/11 (auf Thai nur Seven, das Eleven schenkt man sich), denn im Ran Lung Tat, dem Minimarkt vor unserer Haustür, ist die Coke light seit drei Tagen alle und wir brauchten dringend Nachschub!

Während ich mein Einkaufskörbchen füllte, wurde ich von einem Farang in Badeshorts (!) auf Englisch angesprochen: "Oh, alles so gesund hier, ich könnte glatt alles essen, ich weiß gar nicht, was ich kaufen soll."

Klarer Fall: Nicht nur völlig unpassend gekleidet, sondern auch betrunken oder sonst wie berauscht. Ich gab ein paar Geräusche von mir, um erkennen zu geben, dass ich ihn wahrgenommen hatte und kümmerte mich nicht weiter um ihn.

An der Kasse stand er dann neben mir (er hatte sich für einen Becher Kaffee entschieden) und redete auf die Kassiererin ein: "Bist du Miss Thailand? Ich will auch gerne Miss Thailand sein. So lecker alles hier. ..."

Hinter mir standen zwei Thais, die an der Baustelle gegenüber vom 7/11 arbeiten und sich eine Limo geholt hatten. Sie unterhielten sich auf Thai über den Farang: "Der ist verrückt." Und ich gab meinen Senf dazu: "Ja, verrückt oder betrunken."

Und was war die Reaktion der beiden Thais auf meine Bemerkung?

"Mai benn raij, macht nichts, wir Thais sind großzügige Menschen."


Fazit: Das unangemessene Verhalten wird zwar wahrgenommen, aber gleichzeitig auch hingenommen. Leben und leben lassen!




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