Hier findet ihr Informationen, Beobachtungen, Tipps von meiner Zeit in Thailand (Koh Lanta) und den von mir unternommenen Reisen. Mein Reisetagebuch und Reiseblog! Falls ihr Fragen habt, werde ich diese gerne beantworten. / Here you find information, observations and tips from my stay in Thailand and from the journeys I made. If you have any questions I am more than willing to answer them.

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Dienstag, 15. September 2020

Probleme im Paradies: Koh Lanta und Corona im September

Zum ersten Mal habe ich eine ähnliche Überschrift in der ersten Märzhälfte für einen Blogbeitrag gewählt. Damals hätte niemand gedacht, dass dieses neuartige Virus dermaßen hartnäckig sein und die Welt auch heute noch, nach 6 Monaten, in seinem Würgegriff halten würde. 

Über das "new normal" in Bangkok und in Trang habe ich letzten Monat berichtet. Aber wie ist das "new normal" auf Koh Lanta?

Die Leute sind relativ entspannt, die Maskendichte ist stark zurückgegangen. Es werden Stimmen laut, die wissen wollen, weshalb überhaupt eine Maskenpflicht besteht, wenn es doch seit über 100 Tagen keinen einzigen Fall von inländischer Ansteckung gegeben hat. (Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Seit Anfang September gibt es den ein oder anderen Fall und die Experten wundern sich, wie es dazu kommen konnte.)

Eine Temperaturmessung und Registrierung beim Betreten eines Ladens oder eines Restaurants habe ich auf Koh Lanta lange nicht über mich ergehen lassen müssen. Allerdings fand zumindest in Krabi Anfang des Monats eine Temperaturmessung statt, als wir im Tesco Lotus, einem großen Supermarkt mit Foodcourt und anderen kleineren Läden, ein paar Einkäufe erledigten. * Eine Registrierung zur eventuellen Kontaktverfolgung war dort auch eingerichtet, aber niemand achtete darauf, ob die Kunden sie durchführten.

Koh Lanta ist sehr ruhig. Viele Thais, die vom Festland kommen, haben die Insel verlassen und sind in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt, denn die meisten Hotels, Resorts, Bars, Restaurants und Läden sind nach wie vor geschlossen und es gibt deshalb keine Arbeit und damit kein Geld. Zu Hause braucht man zumindest nicht zu hungern. Die geöffneten Geschäfte kämpfen ums Überleben. Koh Lantas Wirtschaft hängt sehr stark vom Tourismus ab und es ist nach wie vor unklar, wann es Touristen wieder gestattet sein wird, einzureisen. Gerüchte besagen, dass das im zweiten Quartal 2021 der Fall sein könnte. D.h., die nächste Saison wird ausfallen, was verhehrende Folgen für die bereits jetzt stark gebeutelten Geschäftsinhaber auf Lanta und in allen vom Tourismus dominierten Gegenden Thailands haben wird.

Im Monat September hat die Regenzeit noch einmal richtig Fahrt aufgenommen, ein verregneter Tag reiht sich an den nächsten. Die Luftfeuchtigkeit ist enorm hoch, im Haus fühlen sich die Kleidungsstücke, die Bettwäsche, die Handtücher klamm an. 

Bislang reichte es wettertechnisch gerade mal für einen einzigen Strandspaziergang, bei dem die Freude dadurch getrübt wurde, dass alles zugemüllt war und statt Sand nur Muschelbruch am Strand lag, was das Barfuß-Laufen nicht gerade erleichterte. Es herrschte außerdem Flut, sodass ich mir meinen Weg durch den Müll suchen musste.

Aber aufgrund des schlechten Wetters sind wir endlich dabei, unsere "Hamsterkäufe" an Lebensmittel aus März aufzubrauchen. Wir hatten uns vor dem Lockdown mit Dosensuppen und Nudeln für eine Woche eingedeckt, aber wir brauchten nichts davon, da wir den Lieferservice unseres Lieblingsrestaurants direkt vor unserer Haustür während der Phase nutzen konnten, als Restaurantbesuche verboten waren (bis Anfang Mai).

So gab es gestern Abend Campbell's cremige Zwiebelsuppe und eine Scheibe Brot dazu zum Abendessen.

 
 
Es war nicht unbedingt ein kulinarisches Erlebnis, aber die Alternative wäre gewesen, in strömendem Regen zur Straße zu waten, dazu fehlte uns die Lust, obwohl wir mittlerweile über zwei Regenschirme verfügen 😉

Der gelbe Schirm ist schon etwas in die Jahre
gekommen, der blaue ist neu!
 
Wir fragen uns, wie es weitergehen wird, alle stellen sich diese Frage, überall auf der Welt. Hier sollten ab Oktober die Vorbereitungen für die nächste Saison starten. Ob es dazu kommen wird?


* Wir waren nach Krabi gefahren, um unsere 90-Tage-Meldung persönlich zu machen. Am 26. September endet in Thailand die Visumsamnestie für Ausländer. Wir hatten trotz der Amnestie während des Lockdowns die 90-Tage-Meldungen schon zweimal pünktlich postalisch gemacht. Der Versuch, die Meldung per Internet abzugeben, scheiterte jedes Mal, weil wir "overstay" hatten. Eine 90-Tage-Meldung ist für alle Inhaber eines Jahresvisums verpflichtend.

Sonntag, 19. März 2017

Ausflug nach Koh Rok

Wir haben nicht nur die 4-Insel-Tour schon mehrfach gemacht, sondern waren auch schon öfter auf Koh Rok. Aber unsere Freunde waren nach der 4-Insel-Tour auf den Geschmack gekommen und wollten unbedingt noch einen weiteren Schnorchel-Ausflug machen.*

Und deshalb buchten wir - wieder bei Every One am Long Beach - die Tour nach Koh Rok. Wir zahlten pro Person 1.200 Baht und waren wieder mit dem Veranstalter Pattesia unterwegs. Wie der Zufall es wollte, waren wir sogar auf dem gleichen Boot mit der gleichen Crew!

Heute durfte ChiChu ihren Papa (Tourguide bei Pattesia)
zur Arbeit begleiten und wartet mit uns auf das Boot.
Wieder startete das Speedboot um 09:00 Uhr direkt vom Strand und nach ca. einer Stunde erreichten wir Koh Rok. Eigentlich handelt es sich dabei um 2 Inseln: Koh Rok Nok und Koh Rok Nai, auf der sich auch die Rangerstation befindet. Wer mag, kann sich hier auch ein Zelt zum Übernachten mieten. Andere Übernachtungs-möglichkeiten gibt es hier nicht. Koh Rok gehört zum Koh Lanta National Marine Park und ist entsprechend geschützt. Im Tourpreis einbegriffen sind auch 400 Baht (für Touristen, für Einheimische kostet es nur 40 (!) Baht) Eintrittsgebühr für den Park.

Panorama von Koh Rok Nok (li) und Koh Rok Nai (re)
Die Distanz zwischen beiden Inseln beträgt ca. 200 m.
Der erste Schnorchel-Stopp war vor Koh Rok Nok. Nachdem wir bei der 4-Insel-Tour nicht wirklich viel gesehen hatten, war die Unterwasserwelt vor Koh Rok Nok eine Offenbarung!



Die Zeit verging wie im Flug und es gelang der Crew kaum, die Gäste aus dem Wasser zu locken, um zum nächsten Stopp nur 400 m weiter zu fahren.

Auch hier lohnte sich der Tauchgang.



Und Khun Men (= Igel), unsere Freundin, die bei der 4-Insel-Tour nur mit Schwimmweste tauchen wollte, legte hier ihre Weste ab, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben.

Khun Men beim Schnorcheln - hier noch mit Weste 😉
Anschließend fuhren wir mit dem Boot an Land. Auf Koh Rok Nai hatte ein Crew-Mitglied das Mittagessen für uns aufgebaut und - Überraschung! - es unterschied sich nicht von dem, was wir drei Tage vorher bei der 4-Insel-Tour hatten 😉


Anschließend hatten wir Zeit, um die Insel zu erkunden, am Strand zu entspannen oder vor der Insel zu schnorcheln. Die Saison neigt sich dem Ende zu, trotzdem war es sehr voll!


Khun Kat-Ti (Kokosmilch) und Khun Gal-La (Kokosschale) schauen
dem Treiben zu.
Gegen 13:30 Uhr ging es dann weiter. Ein weiterer Schnorchel-Stopp stand auf dem Programm. Und wieder einmal zeigte sich, dass Koh Rok ein Paradies für Schnorchler ist.



Eine pinkfarbene Anemone - extra für Khun Men!
(Das verrückte Huhn steht voll auf pink. Mehr davon hier.)
Danach waren alle nur noch müde, aber auch sehr glücklich! Wir hatten soviel gesehen! Ein wunderschöner Ausflug ging zu Ende und gegen 15 Uhr waren wir zurück auf Koh Lanta.

Khun Men hat übrigens das Schnorchel-Fieber gepackt! Sie plant schon den nächsten Schnorchel-Urlaub, aber wo? Und vor allem: wann?

* Wenn man die Zeit hat, sollte man erst die 4-Insel-Tour machen und danach den Ausflug nach Koh Rok. Auf keinen Fall in umgekehrter Reihenfolge, denn sonst ist man von der 4-Insel-Tour, trotz des Highlights Smaragd-Höhle, enttäuscht, denn die Unterwasserwelt vor Koh Rok hat eindeutig viel mehr zu bieten.





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