Hier findet ihr Informationen, Beobachtungen, Tipps von meiner Zeit in Thailand (Koh Lanta) und den von mir unternommenen Reisen. Mein Reisetagebuch und Reiseblog! Falls ihr Fragen habt, werde ich diese gerne beantworten. / Here you find information, observations and tips from my stay in Thailand and from the journeys I made. If you have any questions I am more than willing to answer them.

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Freitag, 2. April 2021

Ausflug nach Koh Phi Phi - Zusammenfassung

Ende März machten wir einen kurzen Ausflug nach Phi Phi, wo es aufgrund der noch immer anhaltenden Epidemie im Moment praktisch keine Touristen gibt.

Hier die Übersicht über meine Postings zu diesem Kurztrip:

Anreise und erste Eindrücke

Der Viewpoint auf Phi Phi

Schnorcheln bei Phi Phi Leh



Mittwoch, 31. März 2021

Schnorchelausflug nach Phi Phi Leh

Bevor wir nach Phi Phi aufgebrochen sind, hatten wir uns als Einstimmung noch einmal den Film "The Beach" angeschaut.  Der Strand in der Maya Bay ist wunderschön, sogar Hollywood hatte 1998 erkannt, dass es kaum einen exotischeren Fleck auf dieser Erde gibt und deshalb die Maya Bay als Drehort für den Film mit Leonardo DiCaprio gewählt. Als der Film 2000 in die Kinos kam, wurde die Maya Bay weltberühmt und zu einer touristischen Attraktion.

Seit 2018 ist die Maya Bay für Besucher geschlossen, zu diesem Zeitpunkt besuchten bis zu 6.000 Menschen täglich diesen Kult-Strand und hinterließen Berge von Müll sowie zerstörte Korallenriffe, weil die Boote, mit denen diese Schaulustigen ankamen, keine Rücksicht auf die Unterwasserwelt nahmen.

Letztere soll sich zwischenzeitlich laut offiziellen Kreisen deutlich erholt haben. Mir kam es nicht wirklich so vor. 

The Beach - aus der "falschen", aber erlaubten Richtung gesehen.
Ganz so leer ist er dann wohl doch nicht.
Aber der Reihe nach.

Gleich bei unserer Ankunft am Pier der Ton Sai Bay warteten ca. 1 Dutzend Longtail-Bootsbesitzer auf die Neuankömmlinge, um Bootstouren zu verkaufen. Da wir hungrig waren und erst einmal etwas essen wollten, checkten wir zunächst in unserem Hotel ein, gingen zum Essen und bestiegen anschließend den Viewpoint. Um unseren Schnorchelausflug wollten wir uns später kümmern. 

Ich fragte dann auch im Hotel nach einer Schnorcheltour, und siehe da: Hier zu buchen war günstiger als direkt. Wir zahlten 1200 Baht für einen 4stündigen Ausflug, am Pier lag der Preis bei 1300 Baht. Es gibt auch die Möglichkeit, einen lediglich 3stündigen Ausflug zu buchen, allerdings weiß ich nicht, was der kostet. 

Vor Corona gab es auch große Ausflugsboote, die ganz- und halbtägige Fahrten anboten, wahrscheinlich wird es die nach Corona auch wieder geben. Im Moment kann man diese Trips zwar im Internet buchen, sie finden allerdings nicht statt. Also, besser bleiben lassen, sonst muss man seinem Geld hinterher rennen.

Bei allen Touren kommen pro Person noch einmal 400 Baht Eintrittsgebühr für den Nationalpark hinzu. Diese Gebühr kann man im Dorf Ton Sai zahlen oder auf dem Meer, wo die Ranger von ihren Patrouillenbooten aus die Tickets verkaufen. Ich denke, dass nach Corona die Park Fee wieder im Preis der Touren enthalten sein wird.

Als wir am Tag des geplanten Ausflugs aufwachten, machten wir erst einmal lange Gesichter: Es regnete! Gott sei Dank hörte der Regen bald auf und zögerlich traute die Sonne sich hinter den Wolken hervor.

Es geht los! Wir legen vom Ton Sai Pier aus ab.

Der erste Stopp unseres Ausflugs war Ao Ling, die Affenbucht.

Die Vegetation ist urzeitlich. Und so sieht es aus, wenn man von der Bucht aus in Richtung Koh Phi Phi Don schaut:

Weiter ging es durch eine wunderschöne Karst-Landschaft in Richtung Maya Bay. Aber zuvor machten wir noch Halt am ersten Schnorchelspot der Tour.


Zwar hatten wir schlechte Sicht, aber ein paar Aufnahmen taugen doch. Leider waren die Korallen hier fast vollständig zerstört.



Beim nächsten Stopp, dem Shark Point vor der Maya Bay, sah man zwar die Maya Bay, aber von der Unterwasserwelt sah man praktisch nichts. Die Sicht war zu schlecht, selbst bevor meine Brille über Bord ging 😕 ... Wie genau dieses Malheur passieren konnte, ist nicht nachvollziehbar.

Danach ging es zur Loh Samah Bucht. Dort war dann schon mehr zu sehen, aber auch hier waren die meisten Korallen tot.

Wir laufen in die Loh Samah Bucht ein.



 



Blick vom Ufer der Loh Samah Bucht
(mit der Unterwasserkamera fotografiert, deshalb etwas "beschlagen")

Puderzuckersand (leider auch mit der Unterwasserkamera fotografiert)

Am Ende der Tour fuhren wir mit unserem Longtail-Boot in die Pileh Lagune. Und bei dem Anblick fehlten mir die Worte ... Wow!


Khun Nu mit seinem Longtail-Boot "Hollywood"
in der Lagune

Nach einem ausgiebigen Bad in der Lagune war es Zeit für den Heimweg. Gerade rechtzeitig! 

Ein schweres Gewitter kündigte sich an und wir erreichten den Ton Sai Pier in dem Moment, in dem sich die Schleusen öffneten. Es schüttete wie aus Eimern. Wir saßen ca. 15 Minuten auf dem Boot fest, dann war der Spuk vorbei.

Wir gingen in unser Hotel, duschten und machten uns auf die Suche nach einem Restaurant, um dort zu Abend zu essen. An diesem Abend kehrten wir im "Papaya" ein, das ist, anders als der Name vermuten lässt, ein ganz passabler Inder. Wie am Abend zuvor gab es keinen Wein, was man nicht bemängeln sollte, denn in Zeiten wie diesen ist eine Vorratshaltung u.U. teuer. Aber kein Problem: Einer der Kellner besorgte eine Flasche Weißwein im nächsten Minimart. 

An diesem Abend gingen wir früh und zufrieden zu Bett, der Tag war lang, anstrengend und soooo schön gewesen.


Sonntag, 28. März 2021

Ausflug nach Koh Phi Phi - Anreise und erste Eindrücke

Bislang war ich erst ein einziges Mal auf Phi Phi. Das war 1996, als wir mit der Fähre von Phuket nach Koh Lanta übersetzten. Damals hatte man auf Phi Phi 2 Stunden Aufenthalt, bevor es weiterging. Vom Pier in der Ton Sai Bay aus liefen wir durch den weißen Sand zur Loh Dalam Bay und waren über die "dichte" Bebauung mit Bambushütten, die rechts und links vom Weg Geschäfte und Restaurants beherbergten, erstaunt, denn Chang kannte die Insel noch von einem kurzen Abstecher im Jahre 1985. Damals gab es auf Phi Phi nur eine Fischerhütte und von Phuket aus konnte man Tagesausflüge per Longtail unternehmen. 

Aber auch 1996 war es am Loh Dalam Strand immer noch schön!

Loh Dalam Bay im März 2021 - wieder schön.

Durch den Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle wurde Phi Phi im Jahr 2000 weltberühmt und platzte bald aus allen Nähten, weil alle sich den Traumstrand in der Maya Bay auf der Nachbarinsel, Phi Phi Leh, anschauen wollten. Nach dem verheerenden Tsunami im Dezember 2004 war das vollkommen zerstörte Phi Phi nach einem Jahr wieder vollständig aufgebaut, größer, moderner, enger als zuvor. 

Da wir es ruhig und entspannt lieben, keinesfalls überfüllt und allzu touristisch, kamen wir nach 1996 nie wieder zurück - bis auf vorige Woche. Corona-bedingt gibt es seit nunmehr einem Jahr nur vereinzelt Touristen in Thailand. Deshalb dachten wir, dass jetzt die richtige Zeit sei, sich auf Phi Phi noch einmal unzusehen. 

Von Koh Lanta verkehren seit dem Lockdown keine Fähren mehr nach Phi Phi (auch nicht nach anderen Inseln), also mussten wir mit dem Minibus zum Hafen nach Krabi. Das Minibus-Ticket kostet für Thais aus Koh Lanta 160 Baht, für andere Thais 200 Baht und für Farangs 350 Baht. 

Von Krabi aus nahmen wir die Fähre. Im Moment gibt es nur an ungeraden Tagen um 13:30 Uhr eine Fähre nach Phi Phi. Die Überfahrt dauert 2,5 Stunden und kostet für Ausländer 450 Baht, Thais zahlen 200 Baht. Bevor man an Bord der Fähre darf, müssen sich alle Passagiere registrieren und es erfolgt eine Temperaturmessung. 

Die Fähre war etwa zur Hälfte besetzt, zwei Drittel der Fahrgäste waren Thais. 

 
Bei der Ankunft auf Phi Phi Don werden bei Ausländern pro Person 20 Baht fällig, damit soll die Insel sauber gehalten werden. Thais zahlen nichts. Als Farang muss man sich dann registrieren und es erfolgt eine Temperaturmessung. Thais gehen einfach weiter.

Ein Freund, der dieses Foto sah und öfter einen Abstecher
nach Phi Phi macht, kommentierte:
"So leer hab ich den Ton Say Pier noch nie gesehen."

 

Wir kamen gegen 16 Uhr an und gleich am Pier warteten etwa ein Dutzend Longtail-Bootsbesitzer, die versuchten, Ausflüge zu verkaufen. Große Ausflugsboote gibt es Corona-bedingt derzeit keine. Zwar kann man im Internet solche Touren buchen, aber wie gesagt: Sie finden nicht statt. Also Vorsicht!

Wir waren hungrig, wir hatten nicht gefrühstückt. Zwar hatte ich auf der Fähre eine Mama-Nudelsuppe (Geschmacksrichtung Tom Jam Gung) gegessen, weil mir der Magen knurrte, Chang noch gar nichts, deshalb zog es uns mit aller Macht in Richtung Burger King *, den wir bereits von der Fähre aus erspäht hatten. ABER: Der Laden war verrammelt und verriegelt. Das McDonald daneben: Ebenfalls. Etwa 90% aller Geschäfte, Läden, Bars, Hotels auf Koh Phi Phi sind derzeit geschlossen. Das macht die Insel zu einer Art Geisterinsel. 




Anders als 1996 liefen wir dieses Mal nicht über den Sand vom Pier zur Loh Dalam Bay, da war nämlich kein Sand mehr. Vielmehr gab es gepflasterte, schmale Wege, die die ganze Insel durchziehen und an denen sich dicht an dicht diverse Bauten aneinander reihen, die alle Bedürfnisse eines Touristen erfüllen, sofern sie denn geöffnet haben.

Wir hatten uns im PP Princess Hotel einquartiert, das zu Corona-Zeiten attraktive Angebote hat. Die Preise sind übrigens inselweit derzeit nicht nur für Hotels sehr günstig, auch Essen und Getränke kosten weitaus weniger als zu normalen Zeiten, sogar weniger als im Moment auf Koh Lanta.


Nachdem wir eingecheckt und uns in unserer "Villa" frisch gemacht hatten, gab es einen kleinen Snack im Pirates House.

Pirate's Cocktail und Samosas - lecker.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns an den Aufstieg zum View Point. Mehr darüber hier.

* Wir lieben die Thai-Küche, auf Koh Lanta essen wir an 5 - 6 Abenden thailändisch. Aber wenn wir unterwegs sind, begehen wir gerne mal die ein oder andere kulinarische Sünde 😉😋

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