Hier findet ihr Informationen, Beobachtungen, Tipps von meiner Zeit in Thailand (Koh Lanta) und den von mir unternommenen Reisen. Mein Reisetagebuch und Reiseblog! Falls ihr Fragen habt, werde ich diese gerne beantworten. / Here you find information, observations and tips from my stay in Thailand and from the journeys I made. If you have any questions I am more than willing to answer them.

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Dienstag, 29. Juli 2025

Die Quwwat-ul-Islam-Moschee

Übersetzt bedeutet der Name der Moschee "Die Macht des Islam". Sie ist seit 1993 Weltkulturerbe. Mit dem Bau der Moschee wurde 1193 auf den Überresten eines ehemaligen Hindu-Tempels begonnen. Damit ist die Quwwat-ul-Islam-Moschee (bzw. deren Ruinen) die älteste Moschee Delhis. Zuvor hatte der Erbauer, Qutb-ud-Din Aibak, insgesamt 27 Hindu- und Jain-Tempel zerstören lassen und benutzte Teile davon zum Bau der Moschee. Alle Darstellungen von Lebewesen wurden vor der erneuten Verwendung als Baumaterial für die Moschee entfernt, da der Islam solche Abbilder verbietet.

Der isoliert stehende Qutb Minar, ein riesiger Rundturm mit einer Höhe von 72,30 m, wurde wahrscheinlich ab 1202 als Siegessäule und Wachturm errichtet; man vermutet, dass er auch als Minarett diente. 

Ca. 100 Jahre später wurde von einem Nachfolger Qutb-ud-Din Aibaks mit dem Bau einer weiteren Siegessäule begonnen, die höher als das Qutb Minar werden sollte, allerdings nie fertig gestellt wurde.

Die Eiserne Säule, die ebenfalls im Moscheenhof steht, ist weltweit eines der ältesten erhaltenen Objekte aus Eisen. Sie wiegt 6,5 Tonnen, ist 7,21 m hoch (davon 1,12 m unterirdisch gelegen) und wurde als Trophäe aus einer Tempelanlage in dem 750 km südlich gelegenen Sanchi auf das Gelände der Quwwat-ul-Islam-Moschee verbracht. Sie ist 1600 Jahre alt und das Eisen weist keinerlei Korrosion auf. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass der Phosphatanteil in dem Eisen nur bei 0,1 Prozent liegt (0,5 Prozent in heutigem Eisen).

Eiserne Säule und Qutb Minar

Das Grabmal von Qutb-ud-Din Aibaks Nachfolger ist ein Kenothap,
ein Scheingrab.

Das Alai Darwaza, ein monumentaler islamischer Torbau


Nach einer knappen Stunde verließen wir das Gelände der Moschee, um zum Gurudwara Bangla Sahib Tempel aufzubrechen, einem berühmten Sikh-Tempel in Delhi.



Sonntag, 27. Juli 2025

Jantar Mantar - das Observatorium in Jaipur

Insgesamt gibt es in Indien fünf Jantar Mantars, Sternwarten. Maharadja Jai Singh II. ist der Erbauer. Er hatte zuvor Sternwarten in Mathura (1711), Neu-Delhi (1723) und Ujjain (1725) errichtet, bevor er 1727 mit dem größeren Bau in Jaipur begann. 1737 baute er eine weitere Anlage in Varanasi.

Nur das Jantar Mantar in Jaipur ist seit 2010 Weltkulturerbe, aber alle fünf Sternwarten dienten dem gleichen Zweck: der Berechnung der Planetenlaufbahnen und der Zeitbestimmung. Außerdem wurde das Einsetzen des Monsuns errechnet und es wurden Horoskope erstellt.

Ich bin Schütze!

Im Observatorium von Jaipur befindet sich die mit 27 m Höhe größte Sonnenuhr der Welt, die die Zeit mit einer minimalen Abweichung von 2 Sekunden anzeigt. 

Brihat Samrat Yantra - der Große König der Instrumente

Modell der großen Sonnenuhr von der Website des Observatoriums

Die kleinere Sonnenuhr misst mit einer Abweichung von 20 Sekunden.

Leider schien bei unserem Besuch die Sonne nicht, sodass wir die Genauigkeit der beiden Sonnenuhren nicht überprüfen konnten. 😉

Hier noch ein paar Eindrücke:


Im Hintergrund ist der Stadtpalast zu erkennen.
Dort gingen wir anschließend hin.
 

 

 

Samstag, 26. Juli 2025

Fort Amber, Jaipur

Fort Amber, auch Fort Amer genannt, ist seit 2013 Weltkulturerbe. Es liegt 11 km von Jaipur entfernt auf einem Hügel am Maota-See, in dem es sogar noch Krokodile geben soll! 

Für uns war die Besichtigung des Forts ein weiteres Highlight unserer kurzen Indienreise, denn auf dem Programm stand, dass wir stilvoll auf dem Rücken eines Elefanten die vom Parkplatz aus zur Festung führenden Rampen hinaufreiten sollten! Und das taten wir auch und hatten so viel Spaß! Die Aussicht war grandios.


Sogar das Wetter spielte mit (wie während unserer ganzen Reise, trotz Regenzeit wurden wir nicht einmal nass): Es war ziemlich bewölkt, sodass wir nicht in der prallen Sonne den ca. 20minütigen Ritt machen mussten, um die 112 m Höhenunterschied bis zum ersten Hof zu bewältigen. Die Elefanten haben übrigens um 11 Uhr schon Feierabend, also bevor es richtig heiß wird. Jeder der insgesamt 60 Elefanten, die hier arbeiten, macht den Aufstieg am Vormittag 3 x, dann geht es zurück ins Camp. Alternativ werden alle, die nicht zu Fuß laufen wollen, mit einem Jeep hochgefahren. Der Elefantenritt kostete zum Zeitpunkt unseres Besuches 1500 Rupien (ca. 15 Euro), was die Jeepfahrt kostet, weiß ich nicht. 

Im ersten Hof stiegen wir ab und starteten mit der Besichtigung. Fort Amber ist nicht nur eine Festung, sondern auch eine Palastanlage, die auf vier Ebenen in einer Mischung aus Mogul-Architektur und Rajpat-Architektur aus rotem Sandstein und Marmor ab 1592 erbaut wurde.

Im ersten Hof

Im zweiten Hof befindet sich die Audienzhalle mit ihren 27 Marmorsäulen.


Eines der bekanntesten Gebäude innerhalb der Anlage ist der Spiegelsaal im dritten Hof mit seinem wunderschönen Garten.


Im vierten Hof befanden sich die Unterkünfte des Rajas und seiner 12 Frauen. Jede der Frauen hatte ihre eigenen Räumlichkeiten.

Übrigens gibt es einen ca. 2 km langen Tunnel, der Fort Amber mit Fort Jaighar verbindet. Dieses wurde 1726 erbaut, um die königliche Familie zu schützen, Der Tunnel diente im Fall des Falles als Fluchtweg. 

Nach mehr als 1,5 Stunden machten wir uns zu Fuß an den Abstieg. Unterwegs trafen wir auf ein paar wilde Ziegen, die für Fort Amber typisch sind. Früher wurden sie der blutrünstigen Göttin Kali geopfert ...

Weiter ging es zum Stadtpalast und zum daneben liegenden Jantar Mantar, dem Observatorium des Maharadjas.

 

 

Freitag, 25. Juli 2025

Das Taj Mahal - Eine Träne auf der Wange der Zeit *

Endlich war es so weit! Wir besuchten das Taj Mahal am frühen Morgen, eigentlich, um es bei Sonnenaufgang zu sehen, deshalb klingelte der Wecker auch schon um 04:45 Uhr! Nur war aufgrund der Wolkendecke von der Sonne nichts zu sehen. 

 
Das westliche Eingangstor

Aber das war auch gar nicht wichtig. Ich war einfach nur glücklich, dieses wirklich außergewöhnliche Gebäude mit eigenen Augen sehen zu dürfen! Natürlich macht auch die romantische Geschichte über den Anlass seiner Errichtung einen Teil des Charmes aus: Shah Jahan ließ es von 1631 an als Grabmal für seine verstorbene Lieblingsfrau, Mumtaz Mahal, erbauen, um so der gegenseitigen Liebe ein Denkmal für die Ewigkeit zu setzen. Aber das Mausoleum ist auch für sich genommen wunderschön. 

Auf der Ostseite des Taj Mahals soll der Sonnenaufgang
besonders schön sein.


Bereits am frühen Morgen strömen die Besucher auf das Gelände.

Wir hatten Tickets, die uns auch Zutritt ins Innere des Grabmals gewährten. Allerdings ist dort das Fotografieren verboten. Die Krypta ist für Touristen gar nicht zugänglich. Zu sehen sind lediglich die Kenotaphe (Scheingräber) von Mumtaz Mahal und Shah Jahan oberhalb der Krypta. 

Seit 1983 ist das Taj Mahal UNESCO-Weltkulturerbe.  

Bye, bye, ein Herzenswunsch wurde mir erfüllt.

Nach der Besichtigung des Taj Mahals machten wir uns auf den Weg nach Jaipur, der Pink City, aber unterwegs stoppten wir noch in Fatehpur Sikri und in Abhaneri.

 

*Als "eine Träne auf der Wange der Zeit" beschreibt der indische Dichter und Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore (1861 - 1941) das Taj Mahal in einem seiner Gedichte.

Mittwoch, 23. Juli 2025

Weltkulturerbe: Das Rote Fort in Agra

Mit dem Bau des Roten Forts wurde 1565 unter der Herrschaft von Akhar dem Großen begonnen, fortgesetzt wurden die Baumaßnahmen von Shah Jahan, der auch das Taj Mahal errichten ließ. Das Fort ist von einer bis zu 21 m hohen Mauer umgeben, die 2,4 km lang ist.  

Die Verkleidung der Ziegelsteinmauern mit roten Sandsteinplatten hat dazu geführt, dass Fort Agra auch "Rotes Fort" genannt wird.

Die Marmorpaläste, Moscheen und Gartenanlagen im Innern des Forts stammen aus der Zeit von Shah Jahan.

Blick vom Fort Agra aufs Taj Mahal

 

Insgesamt waren wir 1,5 Stunden in der Festungsanlage unterwegs. 

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Baby Taj, dem Itmad-ud-Daula-Mausoleum. 

 

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