Hier findet ihr Informationen, Beobachtungen, Tipps von meiner Zeit in Thailand (Koh Lanta) und den von mir unternommenen Reisen. Mein Reisetagebuch und Reiseblog! Falls ihr Fragen habt, werde ich diese gerne beantworten. / Here you find information, observations and tips from my stay in Thailand and from the journeys I made. If you have any questions I am more than willing to answer them.

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Sonntag, 27. Juli 2025

Der Stadtpalast

Nach der Besichtigung von Fort Amber fuhren wir zurück nach Jaipur. Auf dem Programm standen noch der Stadtpalast und das Jantar Manter, das Observatorium des Maharadjas.

Es sind zwei Flaggen gehisst, d.h. dass der Maharadja zu Hause ist.

Unterwegs machten wir noch einen Fotostopp beim Wasserpalast, dem Jal Mahal, der ursprünglich in 1699 errichtet wurde, aber derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.  

Im Stadtpalast besichtigten wir 

  • die Mubarak Mahal Gallery, die über 2000 Textilien aus den letzten 350 Jahren ausstellt


    Die Herren links und rechts von mir arbeiten
    in der Mubarak Mahal Gallery.
  • die Savarto Bhadra, die ehemalige Audienzhalle mit den beiden größten Silbergefäßen (Gangajalis) der Welt



  • die Rath Khana Gallery, eine Sammlung von Sänften und anderen Transportmitteln (Fotografieren ist dort verboten)

  • den Pritam Niwas Hof, der direkt vor der Residenz des Maharadjas liegt (Chandra Mahal) und für seine vier Türen bekannt ist, die jeweils unterschiedlichen Gottheiten gewidmet sind

    Das Pfauen- oder Herbsttor (Varsha Deori) ist Vishnu gewidmet.

    Das Rosen- oder Wintertor (Sharad Deori) ist Devi gewidmet.

    Es gibt noch das grüne Frühlingstor (Vasanta Deori), das Ganesha gewidmet ist und
    das Lotus- oder Sommertor (Grishma Deori), das Shiva und Parvati gewidmet ist.

  • die Sabha Niwas , den ehemaligen Thronsaal, in dem heute Möbel und Kunstwerke präsentiert werden


  • die Sri Niwas mit den Spiegelwänden 


Nach etwa einer Stunde beendeten wir die Besichtigung voller neuer Eindrücke. Wir verließen den königliche Residenz, die nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich ist, denn die Familie des ehemaligen Herrschers lebt immer noch hier, durch das Virendra Pol, eines der Zugangstore zur Palastanlage.

Es ging zurück in unser Hotel. Unterwegs machten wir noch kurz Halt, um ein Foto vom Palast der Winde (Hawa Mahal) zu machen. 

Der aus pinkfarbenem Sandstein erbaute, fünfstöckige Palast wurde 1799 für die Hofdamen errichtet, damit diese durch eines der 953 Fenster das Stadtleben beobachten konnten. Die Besichtigung des Hawa Mahal stand nicht auf unserem Programm. Den Grund kenne ich nicht. 

 

 

Jantar Mantar - das Observatorium in Jaipur

Insgesamt gibt es in Indien fünf Jantar Mantars, Sternwarten. Maharadja Jai Singh II. ist der Erbauer. Er hatte zuvor Sternwarten in Mathura (1711), Neu-Delhi (1723) und Ujjain (1725) errichtet, bevor er 1727 mit dem größeren Bau in Jaipur begann. 1737 baute er eine weitere Anlage in Varanasi.

Nur das Jantar Mantar in Jaipur ist seit 2010 Weltkulturerbe, aber alle fünf Sternwarten dienten dem gleichen Zweck: der Berechnung der Planetenlaufbahnen und der Zeitbestimmung. Außerdem wurde das Einsetzen des Monsuns errechnet und es wurden Horoskope erstellt.

Ich bin Schütze!

Im Observatorium von Jaipur befindet sich die mit 27 m Höhe größte Sonnenuhr der Welt, die die Zeit mit einer minimalen Abweichung von 2 Sekunden anzeigt. 

Brihat Samrat Yantra - der Große König der Instrumente

Modell der großen Sonnenuhr von der Website des Observatoriums

Die kleinere Sonnenuhr misst mit einer Abweichung von 20 Sekunden.

Leider schien bei unserem Besuch die Sonne nicht, sodass wir die Genauigkeit der beiden Sonnenuhren nicht überprüfen konnten. 😉

Hier noch ein paar Eindrücke:


Im Hintergrund ist der Stadtpalast zu erkennen.
Dort gingen wir anschließend hin.
 

 

 

Samstag, 26. Juli 2025

Fort Amber, Jaipur

Fort Amber, auch Fort Amer genannt, ist seit 2013 Weltkulturerbe. Es liegt 11 km von Jaipur entfernt auf einem Hügel am Maota-See, in dem es sogar noch Krokodile geben soll! 

Für uns war die Besichtigung des Forts ein weiteres Highlight unserer kurzen Indienreise, denn auf dem Programm stand, dass wir stilvoll auf dem Rücken eines Elefanten die vom Parkplatz aus zur Festung führenden Rampen hinaufreiten sollten! Und das taten wir auch und hatten so viel Spaß! Die Aussicht war grandios.


Sogar das Wetter spielte mit (wie während unserer ganzen Reise, trotz Regenzeit wurden wir nicht einmal nass): Es war ziemlich bewölkt, sodass wir nicht in der prallen Sonne den ca. 20minütigen Ritt machen mussten, um die 112 m Höhenunterschied bis zum ersten Hof zu bewältigen. Die Elefanten haben übrigens um 11 Uhr schon Feierabend, also bevor es richtig heiß wird. Jeder der insgesamt 60 Elefanten, die hier arbeiten, macht den Aufstieg am Vormittag 3 x, dann geht es zurück ins Camp. Alternativ werden alle, die nicht zu Fuß laufen wollen, mit einem Jeep hochgefahren. Der Elefantenritt kostete zum Zeitpunkt unseres Besuches 1500 Rupien (ca. 15 Euro), was die Jeepfahrt kostet, weiß ich nicht. 

Im ersten Hof stiegen wir ab und starteten mit der Besichtigung. Fort Amber ist nicht nur eine Festung, sondern auch eine Palastanlage, die auf vier Ebenen in einer Mischung aus Mogul-Architektur und Rajpat-Architektur aus rotem Sandstein und Marmor ab 1592 erbaut wurde.

Im ersten Hof

Im zweiten Hof befindet sich die Audienzhalle mit ihren 27 Marmorsäulen.


Eines der bekanntesten Gebäude innerhalb der Anlage ist der Spiegelsaal im dritten Hof mit seinem wunderschönen Garten.


Im vierten Hof befanden sich die Unterkünfte des Rajas und seiner 12 Frauen. Jede der Frauen hatte ihre eigenen Räumlichkeiten.

Übrigens gibt es einen ca. 2 km langen Tunnel, der Fort Amber mit Fort Jaighar verbindet. Dieses wurde 1726 erbaut, um die königliche Familie zu schützen, Der Tunnel diente im Fall des Falles als Fluchtweg. 

Nach mehr als 1,5 Stunden machten wir uns zu Fuß an den Abstieg. Unterwegs trafen wir auf ein paar wilde Ziegen, die für Fort Amber typisch sind. Früher wurden sie der blutrünstigen Göttin Kali geopfert ...

Weiter ging es zum Stadtpalast und zum daneben liegenden Jantar Mantar, dem Observatorium des Maharadjas.

 

 

Auf dem Weg zur Pink City: Besuch in Abhaneri

In Abhaneri, einem kleinen Dorf in Rajasthan, gibt es gleich zwei Attraktionen: den tiefsten und größten Stufenbrunnen Indiens (Chand Baori) und direkt daneben einen Tempel (Harshat Mata Tempel), beide werden auf das 7./8. Jahrhundert n.Chr. datiert, wobei der Tempel wohl erst nach dem Brunnen entstanden sein soll.

 

Insgesamt hat der Brunnen 13 Etagen und über 3200 Stufen.

 



Die Brunnenanlage hat mich wirklich beeindruckt, während der Tempel nicht so überzeugte.

 

 

 

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